CSR – Nachhaltigkeit

Patrick Knittel - Seminare & Schulungen

Patrick Knittel – CSR

Die Idee der Nachhaltigkeit und des verantwortungsvollen Wirtschaften ist bereits 300 Jahre alt.

Ihr Schöpfer war Hans Carl von Carlowitz aus Freiberg in Sachsen in seinem Werk „Sylvicultura oeconomica“ von 1713. Darin  prägte er den forstwirtschaftlichen Nachhaltigkeitsbegriff. In der Forstwirtschaft wurde der Begriff aufgegriffen und u.a. ins Englische und Französische übertragen und ist uns im Management als Sustainability bekannt.

Seit geraumer Zeit ist der Begriff der Nachhaltigkeit in aller Munde und hat sich zum festen Bestandteil der Unternehmensführung entwickelt. Es ist mehr als eine Modeerscheinung, sondern ein Wertwandel, der durch Bankenskandale und Unternehmenszusammenbrüche wieder zur Bedeutung zurückgefunden hat.

Bisher reichte es auf allen Ebenen aus die gesetzlichen Regeln einzuhalten und organisatorisch im Sinne eines Compliance-Managements sicherzustellen. Nunmehr bildet dies lediglich das Fundament für ein nachhaltiges Wirtschaften, das auf dem verantwortungsbewussten Umgang mit Beschäftigten, Gesellschaft und Umwelt fußt. Dies alles fließt in den Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) ein. Es ist für Unternehmen zur Aufgabe geworden durch zahlreiche freiwillige CSR-Maßnahmen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und damit einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

CSR als Leitbild moderner Unternehmenskultur

Corporate Social Responsibility (CSR) ist ein Konzept gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen, das sich am Prinzip der Nachhaltigkeit orientiert und sich auf die Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales erstreckt. Damit dies langfristig zu Wettbewerbsvorteilen führt, ist die Verankerung von CSR als Leitbild in die Strategie des Unternehmens unerlässlich. CSR reicht dabei von der fairen Behandlung und Beteiligung von Beschäftigten über den schonenden und effizienten Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zur sozial und ökologisch verantwortungsvollen Produktion in der Wertschöpfungskette.

Es sollte allerdings nicht nur als Initiative bzw. Investment sondern vielmehr als integraler Teil der Reputations-Managements-Strategie genutzt werden, um Wachstum, Kunden- und Mitarbeiterbindung sicherzustellen.

Häufig wird der Begriff CSR auch einfach als „CR“ (Corporate Responsibility) bezeichnet. Viele Konzerne verwenden diese Bezeichnung, da das „social“ oft als „sozial“ und nicht als „gesellschaftlich“ verstanden wird. CSR bedeutet aber nicht nur die caritative Verantwortung eines Unternehmens, vielmehr ist es die Verantwortung für die gesellschaftlichen Auswirkungen des wirtschaftlichen Handelns in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Ziel von CSR und Nachhaltigkeit

Vordergründiges Ziel eines verantwortungsvollen und nachhaltigen wirtschaftlichem Handelns des Unternehmers ist es auf den langfristigen Erfolg seines Unternehmens hinzuwirken. Hierbei sollen in einem ganzheitlichen Ansatz unternehmerischer Erfolg und gesellschaftliche Ziele miteinander verbunden werden.

Eine CSR-Kultur und damit einhergehende Unternehmensethik soll von allen Unternehmensbeteiligten sowie Kunden und Lieferanten des Unternehmens beachtet und gelebt werden. Sie gibt Handlungssicherheit im Geschäftsalltag – für Stakeholder wie Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner – und schaffen höhere Wettbewerbsfähigkeit als auch Nachhaltigkeit. So können entlang der Wertschöpfungskette Innovationen besser generiert und neue zukunftsträchtige Geschäftsbereiche aufgebaut werden.

Unternehmen können eine Antwort auf Änderungen im gesellschaftlichen Umfeld bieten, die sie vom Wettbewerber unterscheidet und ihnen damit eine einzigartige Marktposition verschaffen kann.

 Themen von CSR und Nachhaltigkeitsmanagement in den Bereichen

  • Eigene Unternehmensführung
    • Transparenz und Qualität
    • Faires Verhalten / Fair Trade
    • Zuverlässigkeit
  • Marketing / Reputations-Management
  •  Umgang mit Mitarbeiter
    • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
    • Motivation und Gesundheit der Mitarbeiter
    • Arbeitsschutz
    • Bereitstellung von Weiterbildungsmaßnahmen
    • Einbindung jugendlicher und älterer Menschen
    • Gleichbehandlung
    • Vielfalt durch Diversity Management
    • Personalentwicklung
  • Kunden und Lieferanten
    • Datenschutz
    • Anwendung fairer Geschäftspraktiken
    • Vertragstreue
    • offene Informationspolitik
    • Reklamationshandhabung
  • Umwelt
    • Einsatz erneuerbarer Rohstoffe und Energieträger
    • Verringerung CO 2 Ausstoß
    • Vergleichbarkeit CO 2 Ausstoß bei Verkehrsmittelgebrauch etc.
    • Verzicht auf Verwendung von tropenholz und anderer gefährdeter Holzarten

Für wen ist CSR und Nachhaltigkeit relevant?

Egal, ob Verband, Verein oder Unternehmen: nachhaltiges, sozial verantwortungsvolles regelkonformes Verhalten und Management  ist für alle Unternehmensformen relevant, unabhängig von der jeweiligen Unternehmensgröße.

CSR und Nachhaltigkeitsmanagement ist keine Sache nur für Großkonzerne oder internationaler Organisationen, ein nachhaltiger freiwillig geleisteter Einsatz des Unternehmens zum Gemeinwohl wirkt im regionalen Umfeld meistens sogar effektiver als jede andere Marketingmaßnahmen. So können sich gerade kleine, mittelständische Unternehmen, aber auch einzelne Vereine und ehrbare Kaufleute eine einzigarte Marktposition bzw. Alleinstellungsmerkmal verschaffen.

Unternehmensmitarbeiter, Partner und Kunden werden frühzeitig und allumfassend für CSR-Themen für einen gemeinsamen Dialog sensibilisiert. Die Identifikation mit dem Arbeitgeber steigt. Das wiederum wirkt positiv auf die Motivation und stärkt die Bindung zum Unternehmen.

Seminare & Schulungen für die Mitarbeiter oder die Geschäftsführung, wie sie zum Beispiel die Knittel Akademie für Datenschutz & Compliance anbietet, runden die Etablierung der CSR-orientierten Prozesse ab.

Möchten Sie mehr über das Thema „CSR / Soziale Verantwortung / Nachhaltigkeit“ erfahren und beraten werden? Kontaktieren Sie mich gerne über das Kontaktformular.